Projekt „Hunter-Tompson-Musik“ (FÄLLT AUS)

Eurythmie / Schauspiel "Hunter-Tompson-Musik"
Erzählung von Judith Hermann
Charlotte C. Frisch, Bettina Grube, Roswitha Meyer-Wahl, Stephan Kraske

„Der Tag, an dem dann doch noch einmal etwas geschieht, ist der Freitag vor Ostern ...“
so beginnt Judith Hermanns Erzählung. Unmerklich dringen wir ein in den scheinbar schlichten Lebensradius der Titelfigur Hunter Tompson, Bewohner des heruntergekommenen Washington-Jefferson-Hotels, einer letzten Station, eines Asyls für alte Menschen, die dort ihre letzten Lebensjahre und -tage fristen.

In der Zeitspanne zwischen Freitag vor Ostern und der Osternacht gerät Hunter durch eine nicht zu erwartende Begegnung in eine plötzliche Unruhe von existenzieller Dimension, ja Wucht sogar, die ihn selbst sein Liebstes, ... seine Musik ..(!), seinen einzigen Lebensstoff wegschenken lässt ...

Der Schauplatz ist New York. Doch ebenso gut könnte sich die Geschichte an jedem anderen Ort ereignen; das Altern, das allmähliche Herausfallen aus der Zeit ... und den sicheren Strukturen und Zusammenhängen, das Sterben ... aber auch das Aufflackern von letztem Leben und Sehnsucht im Abschiednehmen ...

Diese Erzählung aus dem Erstlingswerk der Autorin ›Sommerhaus, später‹ (1998) ist ein Meisterwerk der Verdichtung, der Reduktion und Fragmentierung sowie einer signifikanten Gebärdenhaftigkeit der Figuren bzw. Charaktere.

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